Navigationslichter

Welche Lichter zeigt ein Segelboot nachts? Leitfaden zu Regel 25

Veröffentlicht · Zuletzt geprüft Oktober 2026

Ein Segelboot in Fahrt zeigt nachts rote und grüne Seitenlichter und ein weißes Hecklicht (COLREGs Regel 25). Eine Yacht unter 20 Metern darf diese am Topp zu einer einzigen Dreifarbenlaterne (Tricolour) kombinieren. Ein Segelfahrzeug darf am Topp außerdem ein rot über grünes Rundumlicht zeigen, aber nicht zusammen mit einer Dreifarbenlaterne. Unter 7 Metern genügt eine weiße Taschenlampe, die bereitliegt, wenn feste Lichter nicht praktikabel sind. Sobald der Motor läuft, zeige stattdessen die Lichter eines motorgetriebenen Fahrzeugs.

Segelboote, die nachts bei Vollmond regattieren
Nachts lesen andere an deinen Lichtern ab, was du bist. Foto: Doug Wilson, Gemeinfrei.

Die Grundausstattung

Regel 25(a) verlangt, dass ein Segelfahrzeug in Fahrt Seitenlichter zeigt (rot an Backbord, grün an Steuerbord, jeweils 112,5 Grad von voraus bis 22,5 Grad achterlich des Querab) und ein Hecklicht (weiß, 135 Grad achteraus). Zusammen ergeben sie einen vollen Kreis ohne nennenswerte Lücken oder Überschneidungen.

Drei Yachten bei Nacht mit getrennten Seitenlichtern und Hecklicht, einer Topp-Dreifarbenlaterne und rot über grünen Rundumlichtern
Die drei zulässigen Lichtvarianten für ein Segelfahrzeug.
Waagerechte Bögen der roten und grünen Seitenlichter, weißes Hecklicht und Topplicht
Bögen der Seiten- und Hecklichter.

Varianten für Segelfahrzeuge

Lichtvarianten für Segelfahrzeuge nach Regel 25
VarianteWer sie verwenden darfNotizen
Seitenlichter + HecklichtJedes SegelfahrzeugÜbliche Anordnung, oft auf Deckshöhe
Topp-DreifarbenlaterneUnter 20 mErsetzt Seitenlichter und Hecklicht; nur beim Segeln
Rot über grün als Rundumlichter am ToppJedes SegelfahrzeugZusätzlich zu Seitenlichtern und Hecklicht, niemals zusammen mit einer Dreifarbenlaterne
Weiße Taschenlampe oder LaterneUnter 7 mRechtzeitig gezeigt, um eine Kollision zu verhindern, wenn feste Lichter nicht praktikabel sind
Wie beim Segeln unter 7 mFahrzeug unter RiemenRegel 25(d)(ii)

Eine Dreifarbenlaterne ist über Wellen besser sichtbar und benötigt nur eine Lampe, deshalb nutzen viele Fahrtenyachten sie auf See. Wann du sie nicht verwenden solltest, steht im Leitfaden zur Dreifarbenlaterne.

Unter Motor oder beim Motorsegeln

Wenn der Motor das Boot antreibt, bist du ein motorgetriebenes Fahrzeug. Schalte jede Dreifarbenlaterne aus und zeige:

  • Ein nach vorn gerichtetes weißes Topplicht (Fahrtlicht), das 225 Grad abdeckt, meist auf halber Masthöhe
  • Rote und grüne Seitenlichter auf Deckshöhe
  • Ein weißes Hecklicht

Ein motorgetriebenes Fahrzeug unter 12 m darf stattdessen ein weißes Rundumlicht plus Seitenlichter zeigen. Ein häufiger Fehler ist, die Dreifarbenlaterne zusammen mit dem Fahrtlicht eingeschaltet zu lassen: Das signalisiert anderen, dass du sowohl segelst als auch motorst.

Reichweiten

Mindestsichtweite der Lichter (Anhang I, Regel 22)
LichtUnter 12 m12 bis 20 m
Topplicht2 Meilen3 Meilen
Seitenlichter1 Meile2 Meilen
Hecklicht2 Meilen2 Meilen
Rundumlicht2 Meilen2 Meilen

Die Lichter werden von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang und bei eingeschränkter Sicht geführt. Wiederhole sie in der Lektion zum Nachtsegeln und im Leitfaden zu den Navigationslichtern.

Verwandte Leitfäden

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Segelboot eine Dreifarbenlaterne und Decklichter zusammen verwenden?

Nein. Eine Dreifarbenlaterne ersetzt Seitenlichter und Hecklicht. Zeige entweder die eine oder die andere Anordnung, niemals beide.

Braucht eine kleine Jolle Navigationslichter?

Ein Segelfahrzeug unter 7 m sollte, wenn praktikabel, Seitenlichter und ein Hecklicht zeigen; wenn nicht, muss es eine weiße Taschenlampe oder Laterne bereithalten, die rechtzeitig gezeigt werden kann, um eine Kollision zu verhindern.

Welche Lichter zeigst du beim Motorsegeln nachts?

Lichter eines motorgetriebenen Fahrzeugs: ein Topplicht für Fahrt, Seitenlichter und ein Hecklicht. Schalte die Dreifarbenlaterne aus.

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