Betonnung
Was ist eine Einzelgefahrenmarke? Farben, Toppzeichen und Licht
Veröffentlicht · Zuletzt geprüft Oktober 2026
Eine Einzelgefahrenmarke wird auf einer kleinen Gefahr wie einem Felsen, Wrack oder einer Untiefe ausgelegt oder über ihr verankert, die von allen Seiten befahrbares Wasser umgibt. Sie ist schwarz mit einem oder mehreren breiten roten waagerechten Bändern, trägt als Toppzeichen zwei übereinanderstehende schwarze Kugeln und zeigt, falls beleuchtet, ein weißes Licht mit Blitzen in Zweiergruppen, Fl(2). Du kannst sie auf beiden Seiten passieren, solltest aber großzügig Abstand halten, denn die Gefahr liegt direkt darunter.

So erkennst du eine
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Farbe | Schwarz mit einem oder mehreren breiten roten waagerechten Bändern |
| Form | Pfahl oder Spiere (die Form ist nicht ausschlaggebend) |
| Toppzeichen | Zwei schwarze Kugeln, übereinander |
| Licht | Weiß, Fl(2), eine Gruppe aus zwei Blitzen |
Eine praktische Merkhilfe: die zwei Kugeln und zwei Blitze bedeuten 'wir zwei: du und die Gefahr'. Das Toppzeichen ist das wichtigste Merkmal bei Tageslicht, denn Farben verblassen und werden mit Seetang und Vogelkot bedeckt.
Wo du sie findest
Einzelgefahrenmarken werden dort verwendet, wo eine Gefahr so klein ist, dass auf allen Seiten tiefes Wasser liegt. Typische Beispiele sind:
- Ein einzelner Felsen oder eine Felsnadel in einer sonst freien Bucht oder einem Fahrwasser.
- Ein altes Wrack, das vermessen wurde und keine neue Gefahr mehr darstellt.
- Eine kleine Untiefe auf offenem Wasser.
Bei größeren Gefahren oder wenn sicheres Wasser nur auf einer Seite liegt, verwenden die Behörden stattdessen Kardinalmarken oder Seitenmarken. Ein brandneues Wrack wird mit einer Notwracktonne markiert.
So passierst du eine Einzelgefahrenmarke
Grundsätzlich darfst du auf beiden Seiten passieren. In der Praxis hat die Gefahr eine gewisse Ausdehnung, die Boje schwojt an ihrer Muring, und die Tide setzt dich darauf zu. Prüfe auf der Karte, wie groß die Gefahr ist und wie viel Wasser bei dem von dir erwarteten Tidenstand darüber liegt, und plane dann einen Abstand, der Tidenstrom und Abdrift berücksichtigt.
Bei Nacht
Das weiße Fl(2)-Licht kann mit anderen weißen Lichtern verwechselt werden, besonders aus der Ferne. Stoppe die volle Periode mit einer Stoppuhr und vergleiche sie mit der Karte: Fl(2) 5s und Fl(2) 10s sind beide üblich. Kardinalmarken verwenden ebenfalls weiße Lichter, aber mit schnellen oder sehr schnellen Blitzen, und Sicherheitswassermarken verwenden lange oder isophase Rhythmen, daher ist die gruppierte Doppelblitzung unverwechselbar, sobald du weißt, worauf du achten musst. Wiederhole die Rhythmen in der Lektion zu Betonnung und Feuern.
Auf der Karte und in der Praxis
Auf der Karte erscheint eine Einzelgefahrenmarke als Boje- oder Bakensymbol mit dem Zwei-Kugel-Toppzeichen darüber und der Abkürzung 'BRB' (schwarz, rot, schwarz) daneben, zusammen mit ihrer Feuerkennung. Achte genau auf die Tiefe neben der Gefahr: Ein Felsen kann bei Niedrigwasser trockenfallen, bei Hochwasser aber einen oder zwei Meter überflutet sein, was genau dann am gefährlichsten für eine Yacht auf einem raumen Kurs ist. Einzelgefahrenmarken können auch feste Baken sein, die auf dem Felsen selbst errichtet wurden, besonders in schottischen Gewässern und um die Kanalinseln. Eine Bake kann nicht schleppen, steht aber trotzdem auf der Gefahr.
Manche Einzelgefahren sind überhaupt nicht markiert. Eine Boje ist ein Pluspunkt, aber keine Garantie, daher sollte deine Kartenarbeit Gefahren in der Nähe deines Kurses immer zeigen, ob markiert oder nicht.